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Taktik war die halbe Miete

von Peter Graf

Kreisliga B-Jugend: HSE Hamm - ASV Hamm 20:14 (9:6)

Taktik ist manchmal „die halbe Miete“. Wenn diese dann auch noch optimal umgesetzt wird, dann kommt im „Derby“ eben auch wieder ein Sieg für die Gastgeber dabei heraus. Die HSE-Mädels haben bewiesen, dass mannschaftliche Geschlossenheit heute der Garant für den Sieg gegen den Tabellenletzten aus dem Hammer Osten war.

Wir haben die wenigen Stärken der ASVer das ganze Spiel über egalisiert und deren Schwächen ständig ausgenutzt. So die HSE-Trainer, die mit der Leistung des jungen HSE-Teams mehr als zufrieden waren. Greta Brodowski übernahm in Abwesenheit von Katharina Pladeck die Verantwortung in der Abwehr und zeigte, wer hier Chef in der Halle war. Sie führte glänzend Regie und war im Spiel jederzeit „Herr der Lage“. Die dann auch sehr durchsichtig vorgetragenen ASV-Angriffe sollten über das gesamte Spiel nie zu einer wirklichen Gefahr für die HSE-Mädels werden. Unterstützt wurde Greta dabei im Abwehrverbund von Kathrin Operskalski, Daria Graf und Lea Krebs, die ihre Gegenspielerinnen nie zur Entfaltung kommen ließen. Dazu kamen mit Pia Langenkämper und Marie Deventer zwei Offensivspitzen, die den Rückraum der ASVer schier zur Verzweifelung trieben. Beide Halbspieler der ASVer konnten weder Akzente setzen noch ihre Mitspielerinnen ins Spiel bringen.

Der ASV-Mittelaufbau war somit fast das gesamte Spiel auf sich allein gestellt, zumal auch die Außen auf beiden Seiten kaum zum Zug kamen. Da die HSE-Teenies wußten, dass die ASVer auch konditionell nicht auf der Höhe sind und daher von Beginn an mit großem Tempo zu Werke gingen, stellten sich nach dem Wechsel bei den ASVern  wie erwartet  konditionelle Schwächen ein. Immer wieder rannten sich die ASVer in der richtig gut funktionierenden  HSE-Abwehr fest, worauf diese mit Tempospiel antworteten und die ASV-Abwehr immer wieder vor große Probleme stellten. Außerdem zeigten die ASVer jetzt zunehmend Nerven und fanden keine geeignete Maßnahmen mehr zur Gegenwehr. Was dennoch bis zum Tor durchkam, wurde meistens sichere Beute der ASV-Torleute Sarah Pladeck oder Lena Deska, die nach einer kurzen Pause jetzt wieder zur Verfügung steht und nahtlos an ihre guten Leistungen aus der Pokalrunde anknüpfen konnte. Ebenso erfreulich war wieder die Leistung von Angelina Hrubesch, die sich ohne Probleme sowohl in der Abwehr als auch im Angriff in das gute Spiel der HSEer einreihte.

Im HSE-Angriff führte einmal mehr Daria Graf glänzend Regie. Sie setzte ihre Nebenleute und auch die Kreisläuferin Lea Krebs immer wieder gut ein, sodass diese ihre nötigen Freiräume nutzten und die fälligen Treffer setzen konnten. Marie Deventer war neben ihrer glänzenden Leistung als offensive Spitze auch im Angriff einmal mehr mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin gefolgt von Kathrin Operskalski (fünf Treffer), sowie Pia Langenkämper und Greta Brodowski mit je drei Treffern, Lea Krebs mit zwei und Louisa Brauns mit einem Treffer.

Alles in allem also eine zufriedenstellende Leistung der HSE-Mädels.  So wurde das erste Stadt-Derby klar von den HSEern dominiert. Ob jetzt am kommenden Woche gegen Rhynern ein ähnlich gutes Spiel gelingt bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird man mit sportlich fairen Mitteln den Kampf aufnehmen und versuchen den favorisierten Rhyneranern doch vielleicht das Leben schwer zu machen. Auch bei einer HSE-Niederlage geht die Welt nicht unter.  Wir müssen nicht, sondern  wir möchten gewinnen.  Wenn das mit sportlichen Mitteln nicht geht, muß man halt anerkennen, dass der Gegner besser ist.  Auch innerhalb der Stadtgrenzen! Wäre schön, wenn man in Rhynern genau so denken und handeln würde.  

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